Acrylgel Shellac

Acrylgel versus Shellac – Welcher Lack kann mehr?

Stell Dir vor, Du fährst in den Urlaub und kannst kein Acrylgel (Gellack) mitnehmen und vor allem hast Du keine Zeit, Deine Nägel beim Relaxen am Strand, auf einer Safari oder in einer belebten Stadt zu lackieren. Die Maniküre, die Du Dir vorher gönnst, sollte also so lange wie möglich halten. Beliebte Optionen dafür sind in der Regel eine Gel- oder Shellac-Maniküre.

Der Unterschied zwischen Gel und Shellac wird oft als ziemlich verwirrend empfunden, wenn er nicht sogar ganz außer Acht gelassen wird, und Du denkst vielleicht, dass es keinen Unterschied zwischen den beiden gibt.

Das ist ein häufiger Fehler, sogar das führende Modemagazin verglichen die Beiden schon mit dem Unterschied zwischen Pepsi und Cola.

In Wirklichkeit aber gibt es eine ganze Reihe von Unterschieden zwischen Acrylgel/ Gelnagellack und Shellac – von den Marken, der Anwendung und der Formel der Lacke. Am Ende dieses Beitrags wirst Du den Unterschied zwischen Shellac- und Gel-Polituren verstehen, sowie deren Vor- und Nachteile.

Inhalt

Ein paar Infos zu Marken & Formeln

Die Geburt von Shellac fand tatsächlich in einer Zahnarztpraxis statt, kannst Du das glauben? Die Marke gibt es seit 1984, und Nagelfreunde auf der ganzen Welt schwören auf sie.

Die Zusammensetzungen dahinter

Der Hauptunterschied zwischen Gel- und Shellac-Lack ist die Formel. Gellack ist dabei eine Gelform des Lacks, während Shellac eigentlich eine Form des permanenten Nagellacks ist, wie auch die chemische Zusammensetzung der Inhaltsstoffe beschreibt.

Ein Gel-Lack ist ein flüssiges Gel, das unter einer UV-Lampe ausgehärtet wird. Ein permanenter Lack wird immer noch unter einer UV-Lampe ausgehärtet, aber Elle beschreibt ihn als eine „dünnere Reinkarnation“ von Acrylpaste. Sie sind flexibel wie ein normaler Lack, aber nach dem Aushärten unter der UV-Lampe sind sie splitterfrei.

Der Entfernungsprozess – die Unterschiede

Das wiederum macht die Entfernung einer Gel-Maniküre anders als die einer Entfernung von Shellac.

Die Entfernung von Gel ist aufgrund der Struktur der Formel etwas schwieriger als die von Shellac. Weil es dicker ist, dauert es länger, es wieder loszuwerden. Schellack ist eine dünnere Politur, daher kann der Entferner sie viel schneller durchbrechen. Bei Gel kann es bis zu 50 Minuten dauern, bis es entfernt ist. Außerdem muss das Gel erst abgefeilt werden, um die Verbindung zu brechen, und dann werden die Nägel in Aceton getränkt. Im Vergleich dazu wird Shellac einfach in Aceton getaucht und braucht nur ungefähr 10 bis 20 Minuten zum Entfernen.

Die richtige Auswahl der Farben

Auch die Farbauswahl variiert sehr stark. Bei Shellac gibt es nur 132 Farbtöne, aber bei Gellacken sind es über 400 auf der Palette. Das ist ein beträchtlicher Unterschied und verändert das Beauty Game für Deine Vorzüge ganz schön, denn die Farbauswahl ist der wichtigste Teil einer Maniküre! Je mehr Schattierungen Du zur Auswahl hast, desto besser.

Die Langlebigkeit – ein wichtiges Kriterium!

Auch die Haltbarkeit der beiden unterscheidet sich leicht. Gellack kann insgesamt drei Wochen halten, das ist also fast ein ganzer Monat! Je nachdem, was Deine Hände durchmachen, kann das variieren, aber wenn sie gut gepflegt sind, sollte es für die 3 Wochen reichen.

Es ist auch gut für diejenigen, die schwächere Nägel haben, da Schellack oft ein stärkeres Nagelbett benötigt, um zu arbeiten. Tatsächlich wird von einigen gesagt, dass eine Gel-Maniküre die Nägel tatsächlich stärkt.

Sie schützen sie fast wie ein leichtes Acryl, sodass Du die Vorteile eines Acryls bekommst, aber es ist ein direkter Lack, der weniger schädlich für die Nägel ist.

Das Marketing dahinter – lass Dich nicht täuschen

Der Grund, warum Gellacke vielleicht nicht so beliebt sind wie Shellac, ist, dass es VOR Shellac herauskam. Wie Denn Shellac hatte die Hilfe von CND, um sich einen Namen zu machen, während reguläre Gellacke diesen Vorteil oder diese Marketingmacht nicht hatte, was es weniger bekannt machte.

Schließlich kann die Markenbekanntheit über Erfolg oder Misserfolg entscheiden. Ohne diese können Kunden der Marke nicht unbedingt vertrauen. Das ist in diesem Fall bedauerlich, denn Gellack hat viele Vorteile, wenn nicht sogar mehr als Shellac. Die Macht des Marketings, was?

Mein Fazit

Es ist also nur fair zu sagen, dass jede Politur ihre guten und schlechten Seiten hat. Gel-Maniküren sind für Menschen mit schwächeren Nägeln von Vorteil und halten ein bisschen länger als Shellac. Allerdings ist der Prozess des Entfernens ziemlich langwierig. Shellac ist ein dünnerer Lack, wenn Du also Deinen Nägeln mehr Raum zum Atmen geben willst und ein stabiles natürliches Nagelbett haben möchtest, ist dieser für Dich. Die Entfernung ist viel schneller, aber sie hält etwas weniger lange als eine Maniküre mit Gelllacken.

Es ist überraschend, wie viele Unterschiede diese beiden Nagellacke haben, oder? Ich hoffe, dass ich Dir die Unterschiede ein wenig deutlicher gemacht habe. Hoffentlich kannst Du jetzt die Vor- und Nachteile abwägen, aber denke daran, dass am Ende auch subjektive Faktoren eine Rolle spielen.

Während die eine Maniküre für die einen funktioniert, funktioniert sie für die anderen vielleicht nicht. Unterschiede in der Nagelgesundheit und Nageltypen können unterschiedliche Reaktionen auf Gel und Shellac haben. Das Einzige, was man da vorschlagen kann, ist beides auszuprobieren und zu sehen, was Dir besser gefällt.

Achte immer auf Deine Haut-Gesundheit, Deinen Geldbeutel und mögliche Allergien!